Alle die bisher betrachteten Kosten sind einmalige. Außer ihnen ergeben sich laufende Kosten, und diese erfordern eine gesonderte Betrachtung. Die für das Anwesen verausgabte Anlagesumme würde, wenn sie anders angelegt wäre, Zinsen bringen; die Höhe dieser nach Errichtung des Baues eingebüßten Zinsen ist der Mietwert des Hauses.

In welcher Höhe die Zinsen berechnet werden, hängt natürlich von dem herrschenden Geldzinsfuß ab. Es liegt für den einzelnen keine Veranlassung vor, sich den Mietwert seines Hauses nach einem höheren Zinsfüße zu berechnen, als nach dem für mündelsichere Staatspapiere. Ja, es wird sich sogar für den Geldanteil, der auf das Grundstück entfällt, ein weif niedrigerer Zinsfuß rechtfertigen lassen. Bauland in verkehrsreichen Gegenden, in aufstrebenden Städten und Vororten hat die Eigenschaft, im Werte zu steigen. Der Wertzuwachs kommt dem Bauherrn zugute. Der Bauplatz kann sehr wohl in 10 oder 15 Jahren das Doppelte der ursprünglichen Kaufsumme wert sein. Im Falle eines so raschen Wachstums wäre es richtig, Grundstückzinsen überhaupt nicht in Ansatz zu bringen. Was die Verzinsung des Anlagegeldes für das Haus selbst betrifft, so ist zu bedenken, daß hier nicht eine Wertsteigerung, sondern vielmehr eine Wertverminderung vorliegt. Diese wird aber beim Einfamilienhause am besten gesondert berechnet, statt daß man sie, wie es häufig geschieht, dadurch zum Ausdruck kommen läßt, daß von vornherein ein erhöhter Zinsfuß des Anlagegeldes eingesetzt wird. Sie kann sich auf die natürliche Abnutzung beziehen, die sich im Verschleiß gewisser Bau- und Ausstattungsteile oder im Brüchigwerden gewisser Bauausführungen äußert. Insoweit hängt sie natürlich in hohem Maße von der Gediegenheit des Bauens ab. Sie kann aber auch, und das ist der häufigere Fall, darin beruhen, daß das Haus, wie man sagt, unmodern wird, das heißt, daß die Grundrißanlage oder die künstlerische und technische Ausstattung nicht mehr den Zeitanforderungen entsprechen. Die allermeisten bestehenden Gebäude werden aus solchen, nicht aber aus Gründen der Baufälligkeit niedergerissen oder umgebaut. Um ein Haus auf recht lange Zeit für seinen Zweck auszurüsten, ist es ratsam, es nicht nur so gediegen wie möglich zu bauen, sondern auch den Hausplan nach den fortgeschrittensten Grundsätzen zu gestalten, die technischen und gesundheitlichen Einrichtungen so vollkommen zu treffen, wie es der Entwicklungsstand zuläßt, und das Haus künstlerisch so gut wie möglich zu gestalten. Natürlich läßt sich die Zukunft nicht voraussehen. Es ist aber anzunehmen, daß, wer das Beste heranholt, das seine Zeit ihm bietet, damit immerhin geeigneter für die Zeit nach uns sorgt, als derjenige, der sich von vornherein mit Leistungen zweiten Ranges begnügt.

Die Lebensdauer gut ausgeführter Wohnhäuser wird auf 200 Jahre geschätzt. Bei der Annahme, daß der Wert innerhalb dieser Zeit vom Vollwert auf Null sinke, tritt demnach jedes Jahr eine Wertverminderung von % v. H. ein. Mit einer solchen Angabe ist aber wenig gewonnen, sie kennzeichnet nur den allgemeinen Abschreibungswert.

Viel wichtiger ist die Kenntnis desjenigen Betrages, der jährlich bereitgehalten werden muß, um das Haus dauernd in gutem Wohnzustande zu erhalten. Hier ist der Punkt, wo die Güte der gewählten Baustoffe und die Gediegenheit der Ausführung eine ausschlaggebende Rolle spielen. Wer zum Beispiel bei der Umwehrung des Grundstückes die Holzpfosten in die Erde steckt, statt einen Steinsockel zu bauen, muß damit rechnen, daß nach 8 bis 10 Jahren ihre Erneuerung nötig wird. Wer an einem sonst mit vollendeter Gediegenheit ausgeführten Hause die Dachrinnen und Abfallrohre aus Zink ‚anfertigen läßt, muß wissen, daß die Lebensdauer dieser Bauteile nur einen Bruchteil von der des übrigen Baues beträgt. Gegen Zink ist unter dieser Einschränkung nichts einzuwenden, ja, die Erfahrungen des Krieges werden wohl der Anwendung von Kupfer in Zukunft stark im Wege stehen. Gestrichene Putzhäuser erfordern von Zeit zu Zeit einen Neuanstrich, hölzerne Fensterläden desgleichen. Bei einem Hause dagegen, dessen Außenflächen den natürlichen Stein oder Backstein zeigen, fällt diese Ausgabe weg; Schieferdächer setzen im allgemeinen geringere Ausbesserungen voraus ‚als Ziegeldächer. Auch im inneren Ausbau und bei den Möbeln finden Unterschiede statt; gestrichenes Holz erfordert öfters einen neuen Anstrich, der bei sogenanntem echten Holz wegfällt; dafür tritt aber mit jedem Neuanstrich, sei es im Innern oder am Äußeren, stets auch ein sauberes neues Aussehen ein (man wird fast an das Wechseln der Wäsche erinnert).

Allgemein läßt sich sagen, daß die Instandhaltungskosten bei einem in allen Teilen gediegen durchgeführten Hause in den ersten 10 bis 15 Jahren entweder gar nicht in Erscheinung treten oder nur einen verschwindend geringen Betrag ausmachen. Es würde genügen, zwischen K und 1 v. H. der Bausumme dafür anzunehmen, wenn nicht die Löhne und Baustoff kosten inzwischen so ungeheuer gestiegen wären. Für unter früheren Verhältnissen gebaute Häuser müssen daher die heutigen Instandhaltungskosten höher geschätzt und mindestens mit 1 bis 2 v. H. eingesetzt werden.

In späteren Jahren pflegt sich bei den meisten Häusern das Bedürfnis nach irgendeiner eingreifenden Änderung, Erneuerung, Erweiterung, Anpassung an die Zeit einzustellen, das von vornherein vorauszusehen oder gar zu veranschlagen ganz unmöglich ist.

Wer also zu den Zinsen der eigentlichen Herstellungskosten noch XA v. H. für Abschreibung und, je nach Gediegenheit des Hauses und Abnutzungsart zwischen 1 und 2 v. H. für Instandhaltung hinzusetzt, der berechnet die Miete für sein Eigenhaus ungefähr zutreffend. Wenn beispielsweise der Geldzinsfuß 5 v. H. beträgt, so ergibt sich einschließlich Abnutzung (A v. H.) und Instandhaltung (im Mittel VA v. H.) eine Miete für die ersten 10 bis 15 Jahre von rund 7 v. H. der Bausumme. Die Grundstückzinsen sind aber in allen Fällen besonders zu beurteilen, und zwar unter Ausgleich mit der vor sich gehenden Wertsteigerung.

Wenn es darauf ankommt, die Mieten, die der Bauherr vielleicht früher im städtischen Miethause bezahlt hat, mit den Kosten zu vergleichen, die ihm aus dem Wohnen im Landhause erwachsen, so findet sich allerdings noch eine Anzahl weiterer Ausgaben ein, die, ohne daß sie an sich sehr bedeutend sind, doch in Betracht gezogen werden müssen. Der Mieter der städtischen Wohnung ist in dieser Beziehung sehr verwöhnt. Er zahlt nichts als seine Miete, in der nicht nur die Instandhaltung der Wohnung mit eingeschlossen ist, sondern in der auch die Beträge für Sammelheizung und Warmwasserbereitung, m einigen Fällen sogar für Wasser enthalten sind. Im Landhause treten alle diese Ausgaben besonders auf. Zu den Instandhaltungskosten für das Haus selbst kommen überdies noch die Instandhaltungskosten für die Nebenanlagen, wie Umwehrung, Zufahrtsweg, Garten usw. Es ist ferner zu bedenken, daß im Eigenhause etwas mehr Reinigungsarbeit dadurch erwächst, daß auch das Treppenhaus, die Zugangswege, ja sogar der Bürgersteig vor dem Hause sauber gehalten werden müssen, was alles im Miethause dem Hausbesitzer obliegt. Zu den allgemeinen Ausgaben des Draußenwohnens ist ferner hinzuzurechnen das Fahrgeld nach der Stadt. Wenn nicht nur das Familienoberhaupt, sondern auch etwa noch andere Familienmitglieder täglich den Weg zur Stadt zurücklegen müssen, so ergibt sich immerhin eine erkleckliche Summe.

Indes würde es falsch sein, für diese Beträge hohe1 Sicherheitssätze einzuführen. Auch der Stadtbewohner hat tägliche Fahrgeldauslagen, nur mit dem Unterschiede, daß sie niemals zu Monatsbeträgen zusammengezählt werden, wie- es bei der Dauerkarte geschieht. Die vermehrten Bewirtschaftungskosten sind bei kleineren Häusern nicht sehr beträchtlich. Erst bei größeren und großen Häusern kann man den oft gehörten Satz gelten lassen, daß das Landhaus einen Dienstboten mehr erfordere. Die Rechnung für Kohlen der Heizungs- und Warmwasserbereitung fällt selbstverständlich sehr ins Gewicht, besonders, nachdem die Kohlenpreise auf schwindelnde Höhe gestiegen sind. Aber auch in der Stadt werden diese Dinge dem Mieter nicht geschenkt, sie werden stillschweigend der Miete zugeschlagen und bilden beispielsweise jetzt den Hauptgrund für die großen Mietsteigerungen. Allerdings ist die Heizung der Stadtwohnung an und für sich billiger, weil die Wohnung hier als kleiner Bestandteil eines großen Hauses, ja Häuserblockes auf tritt, der in seiner geschlossenen Masse wärmer bleibt als ein einzeln stehendes Haus mit seinen vielen Außenwänden. Gerade die Ausgaben für die Sammelheizung pflegen den Landhausbewohner anfangs sehr unangenehm zu überraschen. Das Haus verschlingt aber im ersten Jahre nach der Fertigstellung des Baues weit größere Wärmemengen -als später, weil noch viel wärmebindende Feuchtigkeit in den Mauern vorhanden ist, die erst allmählich verdunstet. Im übrigen wird die Kohlenteuerung von selbst einschneidende Änderungen in der Beheizungsart unserer Häuser hervorrufen, zumal nicht zu verkennen ist, daß hier vielfach eine große Vergeudung von Mitteln getrieben worden ist.

Eine unter Umständen sehr fühlbare Ausgabe ist die Unterhaltung des Gartens. Wer nicht selbst Gartenarbeiten verrichtet und die heute üblichen, sehr hohen Arbeitslöhne bezahlen muß, kann auf große Summen für Tagelohnarbeiten gefaßt sein. Es ist nötig, schon beim Entwurf darauf zu achten, daß, wo die Mittel nicht reichlich fließen, die gärtnerischen Unterhaltungsarbeiten beschränkt werden. An und für sich hat es selbstverständlich etwas Verlockendes, ein Grundstück mit großem Garten zu bewohnen. Man kann in solchem Falle sehr wohl die gärtnerische Gestaltung so treffen, daß die Anlagen wenig Arbeit erfordern.

Zu den bisher betrachteten laufenden Kosten kommen noch die Grundsteuern, die der städtische Mieter ebenfalls nicht zu zahlen braucht. Über diese Beträge allgemeine Angaben zu machen, ist bei der Verschiedenheit der Verhältnisse und angesichts der in Aussicht stehenden neuen Steuergesetzgebung nicht möglich; bei Bauabsichten werden die heute geltenden Zahlen ohne Mühe von den Gemeindeverwaltungen zu erhalten sein. Schließlich sind auch Versicherungsgebühren (für Feuer-, Diebes- und Unfallversicherung), Gebühren an die Gemeinde für Entwässerung und Müllabfuhr, die Schornsteinfegergebühren, Hausbewachungskosten und andere kleinere Abgaben in Betracht zu ziehen.

Wenn nach diesen ausführlichen Darlegungen nunmehr die oft gestellte Frage näher ins Auge gefaßt wird, ob es möglich ist, mit der bisher in der Stadt bezahlten Miete ein Landhaus zu bewohnen, so sei diese Frage zunächst an einem der Wirklichkeit entnommenen Beispiele erläutert. Es handelt sich dabei allerdings um die Verhältnisse vor dem Kriege. Die jetzigen gänzlich ungeklärten Zustände lassen einen Gegenwartsvergleich noch nicht zu. Indessen ist anzunehmen, daß nach Neureglung unseres Wirtschaftslebens sich, von kleinen Verschiebungen abgesehen, ungefähr dieselben Verhältniszahlen wieder ergeben werden, wie sie vor dem Kriege Vorlagen.

Die Abbildungen 8 bis 13 stellen ein 1910 gebautes mittleres Haus in einem nördlichen Vororte von Berlin dar. Es hat zwei ausgebaute Geschosse, ist teilweise unterkellert und weist im Dach noch zwei Kammern auf. Es ist mit Sammelheizung versehen und hat Warmwasserbereitung, elektrisches Licht, Gas- und Wasserleitung. Die Bauausführung ist bei aller Einfachheit gediegen (Putzbau mit Steinsockel, Biberschwanzdach, Umwehrung mit Untermauer). Der Innenbau ist besseren Ansprüchen angepaßt, die Erdgeschoßräume haben eichenen Stabfußboden, die Obergeschoßräume gestrichenen kiefernen Boden. Das Bad, die Küche und der Abort sind mit Fliesen verkleidet. Das Haus liegt an einer mit Entwässerung versehenen Straße, in nächster Nähe des Vorortbahnhofes, die Fahrt nach Berlin dauert 25 Minuten. Für dieses Haus ist in der folgenden Aufstellung die Berechnung der Miete für das Jahr 1914 aufs genaueste durchgeführt, unter Berücksichtigung aller nur denkbaren, durch das Vorortwohnen hervorgerufenen Neben- und Mehrausgaben.



Bei dieser Mietberechnung ist ein Wertzuwachs des Grundstückes nicht in Ansatz gebracht, vielmehr sind die Grundstückzinsen genau so berechnet wie die Verzinsung des Baugeldes.

Zum Vergleich ist eine Stadtwohnung in Charlottenburg (ganz nahe am Stadtbahnhof Savignyplatz) herangezogen (Abb. 14), für die 1914 4000 M. Miete verlangt wurden. Auch hier ist jede Bequemlichkeit geboten (Sammelheizung, Warmwasser, elektrisches Licht, Vakuumreiniger, Fahrstuhl). Wie stellt sich dieser Vergleich?

Die Anzahl der Räume (8) ist in beiden Fällen dieselbe, doch sind die drei Hauptzimmer der Stadtwohnung nicht unbeträchtlich größer als die des Landhauses. Dafür hat das Landhaus viel mehr Nebenräume. Die bebaute Fläche hat beim Stadthaus 390 qm, die Zusammenzählung der Flächen des Erd- und Obergeschosses des Landhauses unter Hinzuziehung der ausgebauten Keller- und Dachräume ergibt 406 qm, ein Unterschied, der wahrscheinlich durch den zur Stadtwohnung hinzukommenden Verschlag auf dem Boden und Kellerraum gerade ausgeglichen wird. Beide Wohnungen haben also fast genau dieselbe Größe. Als Zugabe hat die Landwohnung aber vor allem den Garten. Er ist von genügender Ausdehnung, um nicht nur angenehmen Aufenthalt zu gewähren, sondern auch Ertrag zu liefern. Gerade der Ertrag des Gartens hat sich während des Krieges als sehr wichtig erwiesen, ganz zu schweigen von der im Landhause gegebenen Möglichkeit der Haltung von Kleinvieh. Beide, im Geldwert sehr hoch zu berechnenden Vorzüge bedeuten der Stadtwohnung gegenüber ein Geschenk. Auch der Wertzuwachs (die aufstrebende Gegend verspricht einen solchen) würde einem Geschenk gleichkommen. Dem Stadthause gegenüber ist aber vor allem die bessere gesundheitliche Verfassung der Landwohnung hervorzuheben, da das Haus von allen vier Seiten von Luft umspült wird und Gegenlüftung der Räume gestattet, auch alle Wohn- und Schlafräume die Sonnenlage haben. Die reichlichen Austritte ins Freie (zwei große Baikone im Obergeschoß) kommen der Stadtwohnung gegenüber als Mehrleistung in Betracht.

Abgesehen von dem erwähnten Unterschiede in der Größe der drei Wohnräume fällt also der Vergleich in jeder Beziehung höchst günstig für das Landhaus aus. Dabei ist die Stadtwohnung noch 139 M. teurer als die Landwohnung. Daß der Städter jeden Sommer mit seiner Familie eine kostspielige Erholungsreise machen muß, während der Landhausbewohner diese sich ersparen kann, kommt als ein weiterer großer Vorteil des Landhauses in Betracht. Dieser Posten ist so bedeutend, daß er, wenn die Sommerreise mit Sicherheit ausfiele, die Überlegenheit der Landwohnung in ein noch glänzenderes Licht stellen würde. Freilich wird die Erholungsreise auch von Landhausbewohnern häufig für nötig gehalten und meistens, wenn auch vielleicht in beschränktem Umfange, ausgeführt.

Nicht immer aber werden die Verhältnisse so günstig liegen wie hier. In vielen Vororten ist der Grund und Boden teurer, oft‘ sind die Baubedingungen schwieriger, die Baukosten durch Sonderumstände höher.

In kleineren Städten sind die Mietwohnungen meistens viel billiger als in Großstädten. Es werden also auch Beispiele herangezogen werden können, bei denen die Landwohnung ungünstig gegen die Stadtwohnung steht. Wie sich der Mietwert der in jetziger Zeit neugebauten Landhäuser mit den Mieten in altbestehenden Wohnungen vergleicht, ist überhaupt eine Sache für sich. Hier handelt es sich um Augenblicksverschiebungen, die für das große Endergebnis nicht maß- Abb 14. BerlilK.r Mietwohnung gebend sein können.

Jedenfalls werden im zukünftigen Landhause bedeutende Einschränkungen nicht zu vermeiden sein.*) Es wird sich vorzugsweise um eine Verringerung der bebauten Fläche des Landhauses handeln müssen, die Zimmer werden durchweg kleiner als die der Stadtwohnung werden. Das ist aber auch unbedenklich, weil Ellenbogenfreiheit nach dem Garten und der freien Natur hin reichlich vorhanden ist. Der Bewohner der städtischen Mietwohnung schließt sich mit der Treppenhaustür von der Welt ab, sein ganzes Bereich endet mit den Grundrißgrenzen seiner Wohnung. Die städtische Wohnung macht dem flüchtigen Beschauer Eindruck durch zwei oder drei große Zimmer, sie ist gewissermaßen nur auf die bestechenden Vorderzimmer hin entworfen, die sich bei Beurteilung der „Wohnfläche“ dann ins Gedächtnis zu drängen pflegen. Diese in fürstlichen Maßen gehaltenen Prunkzimmer sollen beim Wohnungsuchenden eine gute Meinung erzeugen, sollen ihn über die mehr als spärliche Bemessung der Küche, das Fehlen jeden Nebenraumes zur Küche, die schlecht belichteten und belüfteten Schlafzimmer hinwegtäuschen. In einem gut angelegten Landhause ist das alles anders, man möchte sagen umgekehrt. Hier sind die Wirtschaftsräume reichlich bemessen, die Schlafzimmer geräumig und sonnig, sie sind überdies in größerer Anzahl vorhanden, es fehlt nicht an Kammern für Einzelbedürfnisse, feste Wandschränke können im Überfluß geschaffen werden, Boden und Keller bieten Abstellraum in Menge. Wenn solche Annehmlichkeiten geboten werden, so sollte man annehmen, daß wohl auf die überreichliche Größe der Wohnzimmer verzichtet werden könnte.

Hier trifft man aber gewöhnlich sogleich auf den Widerstand des Bauherrn. Gerade auf die schönen, großen Vorderzimmer, an die er aus der Mietwohnung gewöhnt ist, legt er besonderes Gewicht. Ja, er möchte außer ihnen auch noch eine durch zwei Stockwerke gehende Diele besitzen (diese gehört nach der landläufigen Auffassung nun einmal zum Landhause); es soll ein Weinkeller vorhanden sein, an den sich ein altdeutsches Kneipstübchen anschließt; er will auch selbstverständlich eine große, schöne Veranda für den Sommeraufenthalt haben, vielleicht auch noch einen Pflanzenraum oder Wintergarten, und wie die besonderen Eigentümlichkeiten alle heißen, die in seiner Vorstellung mit dem Begriff Landhaus verwachsen sind.

*) Hierauf ist näher eingegangen in des Verfassers Buche „Vom wirklich sparsamen Hausbau“ im selben Verlage.

Wie kann nun aber jemand, der mit solchen Ansprüchen kommt, erwarten, daß er nur denselben Mietaufwand habe wie für eine städtische Wohnung, die nichts von diesen Räumen enthält? Es ist doch unmöglich, zu verlangen, daß alle hinzukommenden Dinge geschenkt werden. So wichtige Gewinne wie ein Garten, gesunde Schlafzimmer, reichliche Wirtschaftsräume, Wandschränke, eine Diele, Veranda, Pflanzenraum und Gastzimmer erfordern selbstverständlich, wenn auch die Zimmer so groß bleiben sollen wie in der Stadtwohnung, eine Gegenleistung in Gestalt von Mehrmiete.

Hier steigt die Frage auf, ob, eine gute Vermögenslage des Bauherrn vorausgesetzt, nicht ruhig einige wirtschaftliche Opfer bei der Übersiedelung in das Landhaus gebracht werden könnten und sollten. Wenn man untersucht, wofür der Mensch, besonders der besser gestellte, vor dem Kriege sein Geld ausgab, für welches Wohlleben, für welche Nichtigkeiten er überreichliche Mittel zur Verfügung hatte, so ist doch die Frage berechtigt, ob ein Teil dieser Mittel nicht viel besser auf eine so im Grunde ihres Wesens verbesserte Wohnweise verwendet werden möchte, wie sie sich im Landhause bietet. Bei Betrachtung der Kostenfrage sollten Erwägungen dieser Art angestellt werden. Unter den Liebhabereien, die uns, wenn einiger Spielraum in den Mitteln vorhanden ist, das Leben verschönen können, ist die edelste Liebhaberei ein schönes Haus. Es gewährt tausendfältige Freude und tägliche Erquickung, es bietet Erholung von den Mühen des Tages, Ruhe und Frieden, Gesundung der ganzen Familie. Die Kinder wachsen frisch heran und entwickeln sich zu kräftigen, tüchtigen Menschen. Der eigene Besitz bringt Sammlung und Seßhaftigkeit. Der fortlaufende Umgang mit der Natur stärkt die Nerven und stählt die innere Verfassung. Die Pflege des Gartens ruft tägliches Entzücken an dem sich erneuernden Leben der Natur hervor. Sich solche Freuden sichern, heißt die Hand auf eines der edelsten Güter legen, die das Leben bieten kann.

Für sein-Eigenhaus könnte der Mensch, so sollte man meinen, einige Aufwendungen machen, die sich jenseits des Vergleiches mit der städtischen Mietwohnung abspielen. Hat es wirklich für solche, die nicht jeden Pfennig umzudrehen brauchen, Sinn, sich täglich durch rechnerische Gegenüberstellung ins Gedächtnis zu rufen, daß sie sehr teuer wohnen? Und doch werden solche Berechnungen eitrigst betrieben. Der kaufmännisch geschulte Geist scheint es nicht über sich gewinnen zu können, beim Wohnen im eigenen Hause das notwendige Bedürfnis von dem Annehmlichkeitsüberschuß zu trennen, der damit verbunden ist. Für diesen Annehmlichkeitsüberschuß aber sollte er doch endlich einmal, wenn denn durchaus das ganze Leben berechnet werden muß, eine Rechnung besonderer Art aufmachen. Er könnte sich z. B. sagen, daß er nach einem arbeitsreichen Leben sehr wohl einen gewissen Vermögensteil seinem Hause als Liebhaberbetrag widmen könne. Dieser Posten müßte aber dann aus der weiteren Berechnung verschwinden. Wie ein vermögender Mann eine kostspielige Weltreise unternimmt, wie er sich Kraftwagen und Jacht kauft, wie er sich eine Kunstsammlung anlegt, mindestens ebensogut kann er doch einen einmaligen unverzinslichen Betrag auf sein Haus verwenden. Warum soll gerade diese Liebhaberei in Zinsbuchungen verewigt werden? Geschieht es denn bei den übrigen Liebhabereien? Wer in dieser Weise sein Haus bedenkt, der wendet sein Geld wahrhaftig so gut an, wie es auf dieser Welt nur angewendet werden kann.

Das alles bezieht sich aber, wie gesagt, auf den wohlhabenden Mann. Den Nichtwohlhabenden sollen diese Ausführungen nicht abschrecken. Auch für ihn kann gesorgt werden, solange er seine Ansprüche mäßigt und sie, wie es selbstverständlich sein sollte, ins rechte Verhältnis zu seinen Mitteln setzt.

Text aus dem Buch: Wie baue ich mein Haus? Author: Muthesius, Hermann.

Siehe auch:
Wie baue ich mein Haus? – Einleitung
Wie baue ich mein Haus? – Die Kostenfrage

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Wie baue ich mein Haus?

Der ruhige Lauf der geschichtlichen Entwicklung wird zuweilen plötzlich durch große Ereignisse unterbrochen, die scheinbar zufällig eintreten, später aber doch als Folgen innerer Notwendigkeit sich ausweisen; man pflegt dieses Walten des Schicksals gemeinhin als Bestimmung zu bezeichnen.

Ein solches Ereignis ist im Lauf der Geschichte, die den Gegenstand dieser Darstellung bildet, die Entstehung des Berliner Königsschlosses. Hatte sich bisher die Schloßarchitektur des Kurhauses Brandenburg ähnlich wie an anderen nord- und mitteldeutschen Fürstenhöfen in den von dem oranischen Hause vorgezeichneten Bahnen bewegt und innerhalb der Grenzen, die die beschränkten Mittel der Lebensführung geboten, so wächst unvermittelt mit dem Vorhergehenden auf der Wende des 17. zum 18. Jahrhundert das gewaltige Königsschloß Friedrichs I. empor.

Nach der Gewinnung der englischen Königskrone durch seinen Vetter Wilhelm III. und der polnischen durch seinen Freund August den Starken von Sachsen ruhte der Kurfürst nicht, bis auch er die Königskröne gewann. Am 18. Januar 1701 hat er sich selbst in der Schloßkirche zu Königsberg zum König von Preußen gekrönt. Doch bereits Jahre vorher, zugleich mit der Vorbereitung dieses Schrittes war Friedrich an die Gestaltung eines Residenzschlosses gegangen, das der Entfaltung des königlichen Glanzes zum Schauplatz dienen und der neuerrungenen Würde des brandcnburgisch-preußischen Hauses Ausdruck geben sollte. Die durch die Förderung Wilhelms III., durch die militärische Unterstützung des Kaisers Leopold gegen Türken und Franzosen und durch Länderzuwachs bereicherten Mittel setzten den Fürsten in die Lage, ein Königsschloß zu errichten, das hinter den glänzendsten Königsschlössern nicht zurückstand. Daß aber der Bauherr in Andreas Schlüter einen Mann fand, der diesen Baugedanken nicht nur äußerlich groß und prunkend, sondern innerlich bedeutungsvoll und in wahrhaft königlicher Gesinnung zu gestalten vermochte, eben das kann man als „Bestimmung“ in diesem Falle bezeichnen.

Andreas Schlüter kam im Jahre 1694 vom Hofe des Polenkönigs Johann Sobieski als Hofbildhauer nach Berlin und übernahm zuerst den Bildhauerschmuck an den Bauten, die unter Nerings Leitung gerade in der Ausführung begriffen waren, wie an der langen Brücke, am Zeughaus, im großen Saal des Potsdamer Stadtschlosses und im Charlottenburger Schlosse. Im Jahre 1698 übertrug ihm der Kurfürst den Bau des neuen Residenzschlosses und sandte den Künstler zum Studium nach Rom. Wie er im einzelnen zur Baukunst gekommen, entzieht sich noch unserer Kenntnis. Jedenfalls finden wir ihn in Warschau am Hofe Sobieskis bereits in enger Verbindung mit dem dort versammelten Kreise italienischer Barockarchitekten und Dekorateure. Seine erste bekanntgewordene Arbeit ist ein großes Relief an einem von dem Italiener Belotto erbauten Adelspalaste in Warschau. Die Kunst Schlüters beruht also auf ganz anderen Grundlagen als die des Nering und seiner Schüler, unter denen der Oberbaudirektor Grünberg nach Nerings Tode 1695 der wichtigste ist. Denn dieser unmittelbar oder mittelbar durch Vcrmittlung der Holländer auf Palladios Grundsätze zurückgreifenden strengen Richtung steht die Schlütersche Kunst gegenüber als Frucht des schweren und bewegten, von Bernini und Pietro da Cortona ausgehenden römischen Barock. Durch einige Züge der eben auf den Höhepunkt gestiegenen Pariser Hofkunst Ludwigs XIV. wird sie noch bereichert, wie denn Lebensführung, Etikette, Schauspiel- und Gartenkunst Ludwigs XIV. dem prunkliebenden Preußenkönig als Ideale vorschwebten. Damit erklärt sich, daß das Schlütersche Königsschloß unvermittelt in die Entwicklung der brandenburgischen Schlösser eintritt. Das Berliner Königsschloß, wie es sich heute im Äußeren und Inneren präsentiert, ist sehr verschieden von dem, wie es Schlüter geschaffen und geplant hat. Wie so viele Schöpfungen großer Genien ist auch dieses Bauwerk durch die nachfolgenden Geschlechter durch zahlreiche Zutaten in seiner ursprünglichen Wirkung verdunkelt worden. Die wichtigste Veränderung, die dem Königspalast, den Schlüter in den Jahren 1699 bis 1706 errichtete, widerfuhr, ist die Verdoppelung des ganzen Gebäudes! Schlüters Werk ist nur die westwärts an die Baugruppe des älteren Schlosses sich anschließende östliche Hälfte des heutigen Schlosses, d. h. nur ein Mittclrisalit mit im ganzen sechs und sieben Fensterachsen jederseits, also ein verhältnismäßig kurzer hoher Palast in der Art der italienischen Palazzi. Die Hauptfassade am Schloßplatz, gegenüber dem Marstall in Alt-Köln, ist durch einen gewaltigen von vier korinthischen Säulen gebildeten Portikus auf gefugtem Sockel gegliedert (Tafel 8). Durch dieses Portal hielt der neugekrönte König nach der Rückkehr von Königsberg seinen Einzug im Jahre 1701, wie die Inschrift angibt. Sechs von Eosander und de Bodt entworfene Triumphbogen leiteten den Zug vom Königstor bis zum Schlosse, Die Lustgartenfront ist als Rückseite nach dem ehemaligen Garten zu flacher und zierlicher behandelt (Tafel 9). Der dreiachsige Mittelrisalit ist in der Mitte durch ein großes im Halbbogen schließendes Fenster und einen von mächtigen Hermen getragenen Balkon betont — die Hermen wahrscheinlich Arbeiten des Balthasar Permoscr von 1703, der später als Bildhauer am Dresdener Zwinger seine Hauptwerke schuf. Die Fassaden selbst, die Rücklagen, sind dreistöckig mit einem vierten oberen Mezzaningeschoß, das Erdgeschoß gefugt, die Fenster mit ausladenden Giebeln bekrönt und durch Gesimse miteinander verbunden, die Ecken gequadert. Die Fassaden sind ziemlich genaue Nachbildungen des in der Mitte des 17. Jahrhunderts entstandenen Palazzo Madama in Rom, aber der plastische Ausdruck ist viel lebendiger. Er steigert sich nach oben zu, wo zwischen den Mezzaninfenstern barocke Adler flügelschlagend gegen das reiche Konsolgcsimse andrängen. Die Ecken an der Hauptfront am Schloßplatz waren durch schlanke Erker betont, Überreste der Ecktürme des Rcnaissanccschlosses Joachims II., an dessen Grundlinien Schlüter gebunden war; der an der Spreeseite ist erhalten, im Inneren Frührenaissancepilaster und Bögen vom alten Bau bewahrend. Kupferstiche nach Schlüters Zeichnung haben uns die von ihm geschaffene ursprüngliche Gestalt des Königsschlosses erhalten.

Der viereckige innere Hof, der durch die drei Schlüterflügcl umschlossen wird, ist auf der vierten Seite nach Westen durch den sogenannten Lynarschen Querbau aus dem 16. Jahrhundert begrenzt. Selbstverständlich hatte Schlüter vor, auch diese vierte Seite umzugestalten. Hier wollte er einen Bau mit Kolonnade als Eingang vom Westen her zum Hofe schaffen. Damit tritt erst der Grundrißgedanke seines Königspalastcs zutage, der durch den späteren Anbau verdunkelt worden ist. Der Hof sollte als ein „Cour d’honncur“ ausgestattet werden mit dem östlichen fünfachsigen, großen Risalit (Tafel 10), der das Haupttreppenhaus in sich birgt, als Eingang und Mittelpunkt, und mit den beiden Seitenrisaliten, in denen schmälere Treppenhäuser zu den beiden Hauptsäulen emporführen, auf den Seiten (Tafel 11, 12). Mächtige korinthische Säulen sind den Risaliten vorgesetzt. Diese Säue len waren bereits um 1690 von Italienern für eine von Friedrich III. projektierte Kolonnade im inneren Schloßhof gefertigt worden.

Es ist die Behauptung aufgcstellt worden, daß überhaupt die eigentlichen Fassaden sowohl des Äußeren wie des Hofes von italienischen Architekten aufgeführt worden sind und daß Schlüter in der Hauptsache nur die durchgehenden Risalite „hineingchaucn“ habe. Allein die von allen urkundlichen und zeitgenössischen Aussagen erklärte Urheberschaft Schlüters für den ganzen Bau bestätigt der geschlossene Eindruck, den das Ganze macht. Gerade die geniale Vereinigung scheinbar unharmonischer Teile ist ein Grundzug der Schlüterschcn Kunst. Und mag auch die reine italienische Barockkomposition der Rücklagen von den von Motiven des Louvre bestimmten Risaliten äußerlich verschieden sein: Schlüter hat beides zu einer überzeugenden Einheit zusammengeschlosscn. Schlüter hat aus beiden Elementen ein von seinem mächtigen plastischen Gefühl beseeltes einheitliches Werk geschaffen. Wir sehen heute auf Grund unserer gesteigerten Einsicht in die Schaffensweisc des Barock die Entstehung dieser großen Bauten unter Benützung mannigfaltigster fremder Gedanken und Pläne als Schöpfungen eines kollektivistischen Zusammenwirkens vieler künstlerischen Elemente an. Aber deshalb bleibt doch die Bedeutung der diese Kräfte und Gedanken zusammenfassenden großen schöpferischen Persönlichkeit ungemindert. Und das gewaltige, besonders bei Sonnenlicht in seiner ganzen Fülle sich entfaltende plastische Leben der säulen- und pilastcrgcschmückten Risalite, der Fassaden, und noch verstärkt im Hofe, durchdringt auch alle Einzelheiten der Rücklagen bis zu den herrlichen Fensterverdachungen, den Adlern im Mezzanin und Kranzgesimsen. Es ist einer der seltenen Bauten, wo uns die Sage von Orpheus Wahrheit geworden erscheint, bei dessen Musik die Felsblöcke begeistert sich heranwälzten, um sich zu Quadern zu bilden und zu Säulen und Mauern aufzuschichten.

Im Innern ist das zweite Stockwerk als das wichtigste der Etikette des fürstlichen Barock entsprechend am reichsten ausgebildet und bcstimmend für die Grundrißanordnung des Ganzen. Zu ihm führt das große Treppenhaus empor, das in dem Schweizersaal den Eingang und Mittels punkt der „Paradekammern“ trifft. Von diesem der Schweizerwache eingeräumten Saal führen links und rechts die Prunkgemächer der Paradekammern ab, die, im rechten Winkel umbiegend, nach dem Schloßplatz in dem großen Elisabethsaal und nach dem Lustgarten in dem Rittersaal ihre Höhepunkte erleben und weiterhin in kleineren Sälen abschlicßen, von denen der am Lustgarten die Kapelle des Kurs fürsten enthielt. Das große Treppenhaus ist ein hoher rechteckiger Raum, in dem auf den beiden Seiten die Treppen rcchtwinkclig ges brochen um mächtige Pfeiler nach oben führen (Tafel 13). Die Rücks wand des Raumes bildet eine mächtige doppelte Säulcnstcllung aus weißlichem Stuckmarmor, mit Bogenstellung und Balkon dazwischen. Oben darüber, unter der flachen, gemalten Decke, in weißem Stuck modelliert, die Gruppe des auf Wolken thronenden Zeus, Blitze schleus dernd gegen die Lapithen, die teilweise gegenüber von Pallas Athene über die Gebalke herabgestoßen werden, während unten links und rechts bereits zwei der Empörer, hcrabgestürzt, unter der Last der hier ans laufenden Treppenwangen erdrückt werden. Ein echt Schlüterscher Ges danke, den Raum unmittelbar mit dramatischen plastischen Gedanken zu erfüllen! Die linke Treppe ist zum Reiten mit gepflasterter Bahn eingerichtet, nach dem Vorbild der „Reitschnecke“ des Renaissances baues Joachims II. Bei diesem Treppenhaus und in noch höherem Grade bei den schmalen Schächten der seitlichen Treppenhäuser, die zum Ritters und Elisabethsaal emporführen, kann man nicht müde werden, immer von neuem die Meisterschaft zu bewundern, mit der Schlüter, an die beschränkten Grundlinien des Renaissancebaues gebunden, die schmalen Räume durch die Behandlung der architcktonischen und figürlichen Plastik belebt hat.

Die Prachträume Friedrichs I. im zweiten Stock sind durch mannigfaltige spätere Zutaten und neuerdings durch die Aufstellung des Schloßmuseums beeinträchtigt worden. Es ist nicht möglich, sie hier einzeln zu beschreiben. Im Schweizersaal, der vom großen Treppenhaus betreten wird, empfängt uns an der flachgewölbten Decke, von Terwesten gemalt, über eine Balustrade herabblickend, eine Gesellschaft festlich gekleideter Herren und Damen in Allongeperückcn und von Hellebardieren der Schweizergarde und versetzt uns unter die Menschen, die diese überladenen Barockräume bei festlichen Anlässen erfüllt haben — ohne uns dies vorzustellen, können wir Heutigen den Sinn dieses goldschimmernden Prunkes nicht verstehen. Die rechts vom Schweizersaal zum Schloßplatz hinziehenden Räume sind die älteren, kurz nach der Vollendung dieses Flügels, 1701, eingerichtet. Einige anstoßende Säle haben noch die älteren flachen Akanthusranken als Motive der Stuckdecken. Der Elisabethsaal im Risalit am Schloßplatz ist durch die sitzenden Atlanten in Stuck nach Schlüters Modellen ausgezeichnet. Anstoßend einige Räume, die dem jugendlichen Friedrich Wilhelm I. zur Wohnung dienten, mit hervorragenden eichengeschnitzten Türen im Stile Marots; ein kleines Kabinett mit pilastcrgegliederter Holzvertäfelung nach dem Hofe zu ist das Geburtszimmer Friedrichs des Großen. Der Großvater Friedrichs I. hat den Enkel noch selbst über die Taufe gehalten (1712). Der reichste Prunk entwickelt sich in den Paradekammern auf der linken Seite des Schweizersaales nach dem Lustgarten hin bis zur Kapelle, dem Kapitelsaal, denn diese Räume bildeten den Schauplatz der glänzenden Staatsfeste des neugekrönten Königs. Sie sind 1706 zum Abschluß gebracht worden und über die Decken hat Schlüter den Reichtum seiner Phantasie in diesen Jahren seiner höchsten Entwicklung ausgeschüttet. In echt barocker Weise steigerten sich die plastischen und farbigen Akzente über den Türen und über den Gesimsen nach den Decken zu, längs gezogene kartuschenartige Rahmen mit Voluten, üppige Vasen, Trophäen und Balustraden, von Götter- und Puttengruppen in weißem Stuck durchgesetzt, umschließen gemalte Felder mit allegorischen Darstellungen. Die von Hofpoeten ausgeheckten, unter Schlüters Oberleitung von den Malern der Akademie Terwesten, Gericke, dem jüngeren Leygebe und Wenzel gemalten Allegorien gehen über den Durchschnitt der Barockmalerei um 1700 nicht hinaus. Die höchste Steigerung in dieser Flucht der Paradekammem ist der große Rittersaal im Risalit, durch das Rundbogenfenster über dem Balkon und seitliche Fenster erleuchtet (Tafel 14). Der durch das Mezzaningeschoß hindurchreichende riesige Saal ist durch korinthische Pilaster gegliedert, deren mit flatternden Adlern belebte Kapitelle ein hohes, mit Akanthusranken und Prunkvasen dekoriertes Gebälk tragen. In den Ecken und über den großen Bögen der Mitte ist das Gesims von plastischen Gruppen auf Wolkcnballcn durchbrochen. Das Deckengcmäldc, seinerseits stellenweise mit ausgeschnittenen Figuren und Wolkcnballen über die Voute zu den Gesimsen hinuntergreifend, erfüllt die ganze Wölbung: Scharen von Genien, mit Bauten und Plänen Friedrichs I. auf Wolken zum Zenith emporschwebend, wo sich der preußische Adler im blauen Äther wiegt, eine Verherrlichung der kunstschöpferischen Tätigkeit des Königs. Vor der Ausführung dieses Deckengemäldes ist sein Schöpfer, der Maler Wenzel, vom König für mehrere Jahre nach Rom geschickt worden, um dort die Deckenmalerei zu studieren, die damals gerade durch die Arbeiten Pozzos von der gebundenen Raumbildung der Schule des Pietro da Cortona zu einer die Decke als solche scheinbar durchstoßenden Perspektivmalerei mit Untersicht gelangt war. Uber den vier Türen sitzen auf mächtig ausladenden Gesimsen Stuckgruppen der vier Weltteile, die zu den schönsten Schöpfungen Schlüters zählen (Taf. 15). Man wird wenige Räume nennen können, in denen eine so reiche Fülle von Plastik entfaltet, aber durch den Raumgedanken beherrscht, diesen so hinreißend zum Ausdruck bringt. Alles scheint in der größten Unruhe aufgewühlt und doch ordnen sich die drängenden Figuren und Glieder in großen Massen zusammen, und so verbindet sich mit dem Eindruck der größten Bewegung das Gefühl der Klarheit: so wie in einer gewaltigen musikalischen Komposition die gegen- und durcheinander gehenden Tonfolgcn zur Harmonie sich vereinigen. Das überladene Prunkbüffet mit vergoldeten Silbergeschirren der Augsburger Goldschmiede Biller nach Eosandcrs Entwurf, der silbergestrichene reichgeschnitzte Musikerbalkon über der Türe der Rückwand — eine von Friedrich dem Großen angebrachte Nachbildung eines silbernen Balkons aus der Zeit Friedrich Wilhelms I. —, der unter dem letzten Kaiser entstandene Thronbaidachin, der moderne Kronleuchter, die vergoldeten Zinkgußtüren, die neue Vergoldung aller Ornamente und endlich die schwarzen Schränke des Kunstgewerbemuseums haben diese unter den weltlichen Räumen des Barock obenan stehende ergreifende Raumschöpfung Schlüters in ihrer Wirkung stark geschwächt.

Uber den Paradekammern im Mezzaningeschoß befinden sich die alten Räume der ehemaligen Kunstkammer Friedrichs III. mit den Decken- und Wanddekorationen und anderen Überresten aus Schlüters Zeit — neben dem grünen Gewölbe in Dresden das wichtigste Denkmal fürstlicher Kunstkabinette des Barock. Hier waren die jetzt mit dem Kunstgewerbemuseum in das Schloß zurückgekehrten Augsburger und Nürnberger Kunstschränke, Elfenbein-, Silber- und Bernsteinarbeiten, chinesischen Porzellane, merkwürdige Erzeugnisse des Tier- und Pflanzenreichs mit seltenen Steinen und bergmännischen Erzeugnissen vereinigt. Der in Ostpreußen gefundene Bernstein diente sogar zu einer vollständigen Vertäfelung eines Zimmers im Schlosse Friedrichs I., die aber sein Nachfolger dem Zar Peter dem Großen nach Petersburg geschenkt hat, wo sie sich noch befindet.

Die Grundlage für Schlüters Raumkunst bildet die Dekorationsweise des römischen Barock; auch die wenig frühere reiche Ausstattung der Turiner Paläste des Hauses Savoyen hat Schlüter Anregungen gegeben. Aber auch die Pariser Dekoration, die Ornamentik des Le Pautre, des Marot und Berain haben in wachsendem Maße eingewirkt (Tafel 16). Unter den Stuckbildhaucm, die Schlüters plastische Ideen ausführten, war der hervorragendste der Italiener Simonetti, der die Stuckfiguren des großen Treppenhauses schuf — übrigens ist schon in der Spätzeit des Großen Kurfürsten das Eindringen italienischer Stukkatoren in die Schloßbauten wahrzunehmen. Jetzt kamen auch zwei ausgezeichnete Pariser Bildhauer, Hulot und Dubut, hinzu, von denen der letztere seit 1707 unter Eosanders Leitung die Weltteile am Gewölbe der langen Galeric gemacht hat — übrigens, um das vorweg zu nehmen, schwebte dem König bei dieser Galerie als Vorbild eine der Galerien Ludwigs XIV. im Louvre und in Versailles vor Augen. Auch bei der größten bildhauerischen Schöpfung Schlüters, dem Denkmal des Großen Kurfürsten auf der langen Brücke, läßt sich wahrnehmen, wie die Schlütersche Kunst aus einer genialen Verschmelzung italienischer und französischer Barockelemente entstanden ist. Das Reiterdenkmal mit den vier Sklaven um den Sockel ist die reifste Frucht einer über die italienischen Denkmäler des Tacca zu dem Reitcrdenkmal Ludwigs XIV. von Bouchardon führenden Entwicklung — war doch der Gießer des Schlüterschen Denkmals, Jakobi, der langjährige Werkstattgenosse Kellers, des

Bronzegießers des französischen Königsdenkmals in Paris, gewesen. Das Berliner Schloß ist von den Zeitgenossen als eine der großartigsten Architekturschöpfungen der Epoche bewundert worden. Der König begann bald darauf nach dem Vorbild des Schlüterschen Planes einen Neubau des Schlosses in Königsberg durch Schultheiß von Unfried, der aber über einen Flügel nicht hinausgelangt ist. August der Starke ließ Schlüters Pläne nach Dresden kommen, um sie bei seinen Bauideen zu Rate zu ziehen. Mehrere andere Bauten, darunter die alte Post mit der Wohnung für den Minister von Wartensleben an der langen Brücke und das Gießhaus hinter dem Zeughaus, ein Sommerhaus für den König im Bad Freienwalde, die gleichzeitig entstanden, sind zugrunde gegangen. Ein großartiges, in Kupferstich erhaltenes Projekt Schlüters, dem Schloß gegenüber an der Stelle des Marstalls ein Gegenstück zu errichten und als Abschluß — also in der Achse der Langen Brücke — einen mächtigen Dom mit Kuppel in der Art des St. Peter zeugt von den kühnen Ideen, mit denen sich Schlüter in diesen Jahren seines Glanzes trug.

Aber dem Schaffen des Titanen setzte das Schicksal im Augenblick der höchsten Entfaltung eine Grenze — Schlüter übernahm nach Beendigung des Schloßbaues um den inneren Hof den Umbau des an der Ecke der westlichen Altanbauten gelegenen alten Münzturmes (siehe S. 14) in einer dem Königsschloß würdigen Form. Nach dem in Kupferstich erhaltenen wundervollen Projekt begann er den alten Turm neu zu umkleiden und mit einem zweigeschossigen, durchbrochenen Aufsatz zu versehen, in dessen Obergeschoß ein Glockenspiel aufgehängt werden sollte (Tafel 17). Im Erdgeschoß sollte eine barocke Grotte mit dem zur Bewässerung des Lustgartens dienenden Wasserwerk angelegt werden. Aber während des Aufbaues der Obergeschosse zeigten sich Risse im unteren Mauerwerk. Schlüter suchte dem Unheil durch Ummauerung mit gewaltigen Substruktionen zu begegnen (Tafel 18). Als auch dieses nichts half, hoffte er, den Bau wenigstens bis zu fünfunddreißig Meter Höhe zu erhalten und mit einem niedrigen Bclvedere zu bekrönen. Aber eine unter dem Markgrafen Philipp Wilhelm von Schwedt aus den Architekten Grünberg, dem technischen Leiter des Bauwesens, Eosander und Sturm, dem Architekturtheoretiker und Mathematiker aus Frankfurt an der Oder, gebildete Kommission erkannte die schleunige Abtragung des ganzen Turmes als den einzigen Weg, um schwereres Unheil zu verhüten. Die Untersuchungen ergaben Zweifelsfrei die mangelhafte technische Sicherung des Turmbaues, trotz der Warnungen von Bauhandwerkern, die bezeichnenderweise über den Mangel genauer Werkzeichnungen bei der Bauführung des Schlosses klagten. Schlüter verlor seine Stellung als Schloßbaudirektor. Der wohlwollende König hatte dem Künstler die größte Nachsicht zu beweisen gesucht. Tatsächlich mußte Schlüter fallen, denn sein Verschulden war unbestreitbar. Der von der Bildhauerei zur Architektur gekommene geniale Mann ermangelte der technischen Kenntnisse in ausreichendem Maße — sein Nebenbuhler Eosander hat ihm sogar die Kenntnis der Gesetze der Architektur öffentlich abgesprochen. Die Tragik seines Falles wurde dadurch verstärkt, daß gerade Eosander, der ihm auch menschlich entgegengesetzt war, der geschickte Hofmann und gewandte Diplomat, zum Richter über ihn gesetzt wurde. Und wohl zu verstehen sind die Worte, die der Künstler in seiner Verzweiflung an seinen Herrn richtete: „Seine königliche Majestät solle einmal einen jeden“ — d. h. ihn und die drei Kommissionsmitglicder — „in eine aparte Kammer einsperren lassen, wo er aus sich selbst, ohne Bücher und andere Hilfe, einige Abrisse verfertigen solle. Ja, es würde alsdann erst der rechte Meister erkannt werden. Ich muß nicht allein leiden, daß ich mein so lang mit großer Mühe zusammengebrachtes Werk abbrechen und davon in der Welt Schande haben muß, sondern ich muß auch Herzeleid von dem gemeinen Manne auf der Straße und Nachrede in allen Häusern und Zechen leiden; ich kann vor Traurigkeit nicht schaffen, vor Angst meiner Seele, indem ich nicht weiß, wie es vor mir bei Hofe steht, ob ich Gnade oder Ungnade erlangen werde, und muß doch noch täglich sinnen, erfinden und arbeiten.“

Schlüter hat seitdem nur als Bildhauer beim Schloßbau mitgewirkt — die Gruppen der Macht des Feuers an der Decke des Marinesaales neben der langen Galerie sind offenbar Werke seiner Hand —, während die von Eosander erbaute lange Galerie unseres Erachtens ohne Mitwirkung Schlüters entstand. Als eines seiner architektonischen Werke ist noch aus den späteren Jahren das kleine Landhaus von Kamecke, die heutige Loge Royal York, Dorotheenstraße, erhalten, mit bewegter Fassade und einem von den vier Weltteilen belebten Mittelsaal (1711).

Im Jahre 1713 berief Peter der Große den Künstler in seine neuerstehende Residenz St. Petersburg, wo er aber Anfang des Jahres 1714 gestorben ist. Für seinen königlichen Herrn von Preußen hatte der Künstler kurz vor seinem Weggang das Modell zu dem metallgegossenen Sarkophag in der Domgruft gefertigt, der durch die tiefe menschliche Empfindung über alle die pathetischen Barockschöpfungen dieser Gattung emporragt. Ein Denkmal dankbarer Erinnerung, wie es kaum ein anderer Künstler dem Fürsten gesetzt, der ihm die Entfaltung seines Genius ermöglicht hatte.

Wohl hat Eosander über Schlüter obgesiegt, wohl hat er die unbestreitbare Schuld Schlüters unter der Maske der Sachlichkeit in dem „Theatrum europaeum“ zur Herabsetzung der Schlütcrschen Kunst auszumünzen versucht, aber die fortschreitende Zeit hat, die Verfehlungen des großen Meisters verzeihend, seine Größe immer mächtiger hervortreten lassen, während Eosanders Schaffen als die erfolgreiche Arbeit eines Durchschnittskünstlers dahinter mehr und mehr zurückgetreten ist. Vielleicht leidet die Beurteilung seines Schaffens doch allzu sehr unter dem ungünstigen Eindruck, den seine menschlichen Eigenschaften im Verhältnis zu Schlüter erweckt haben. Die fehlerfreien Musterschöpfungen der Verständigkeit haben aber das Schicksal, von den aus dem tiefen Gefühl erwachsenen Werken des wahren Genius im Laufe der Zeit immer heller überstrahlt zu werden.

Text aus dem Buch: Preussische Königsschlösser, Verfasser: HERMANN SCHMITZ.

Siehe auch:
Preussische Königsschlösser – Vorwort
Bedeutung und Charakter der Preusischen Königsschlösser
Geschichtlicher Überblick über die Preussischen Königsschlösser
Der Grosse Kurfürst und die Frühzeit Kurfürst Friedrichs III.

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